... und herzlich willkommen bei  "Zu den Zügen"            

Ziele

Etwas vom Spaß und vom Facettenreichtum zu vermitteln, 
den die Beschäftigung mit der Eisenbahn im Maßstab 1:1 und 
deren Fotografie ausmacht, einen Fokus auf abwechslungsreiche 
Bilder und Galeriethemen zu legen, einen weltweiten "Rund-um-die-Uhr-Diaabend" 
zu präsentieren sowie Anregungen für Bahntouren zu geben, 
sind die Ziele dieser Internetseite.


Das Schild am Bahnhof Empel-Rees: Namens-/Ideengeber dieser Seite


Anfänge

Irgendwann im Jahr 1981 im Alter von 13 Jahren sprang bei mir der Funke von der damals bei Jugendlichen fast obligatorischen Märklin-Modellbahn über auf das Hobby Eisenbahn im Vorbild. Zu Anfang wurden Bremszettel, Fahrpläne und allerlei Broschüren gesammelt und eifrig alltägliche Fahrzeugsichtungen notiert, eine Mitgliedschaft im DB Pfiff-Klub war "Pflicht". Erste Fotoversuche galten ab 1982 der per Fahrrad erkundbaren näheren Umgebung der Heimatstadt Paderborn.

Die Deutsche Bundesbahn von damals war kaum mit der DB von heute zu vergleichen: Triebwagen waren nur bei S-Bahnen und auf Zweigstrecken, deren Netz noch viel engmasichiger war, verbreitet, der mit (wie selbstverständlich an Bord Fahrkarten verkaufende) Schaffner besetzte, lokbespannte Zug und diverses Personal auf allen größeren Bahnhöfen war Standard, Niederflur und Klimaanlage gab es nicht, dafür aber Gepäckwagen oder -abteile und Fenster zum Aufmachen.
 Die Fahrzeuge, mit denen "man groß geworden ist", waren in meinem Fall die Baureihen 110, 140, 141, 150, 211, 212, 216, 220, 260, 333, 430, 613, 624, 614 oder 798, Umbauwagen, Silberlinge und Mitteleinstiegs- und Abteil-Schnellzugwagen mit Klapptüren, die heute weitestgehend verschrottet sind. Die heute omnipräsenten Wettbewerber der DB im Güterverkehr und SPNV gab es gar nicht, die wenigen Privatbahnen operierten stets in enger Kooperation mit der Staatsbahn. Der SPNV (damals schlicht Nahverkehr genannt) wurde nicht von Aufgabenträgern bestellt sondern von der DB mit dem vorhandenem Rollmaterial geplant und mit großem Betriebsdefizit erbracht und stand bezüglich Zugdichte in keinem Vergleich zu heute. Von Taktfahrplänen sprach man höchstens bei S-Bahnen und beim InterCity. Als Anschauungsbeispiel für das Zugangebot dieser Zeit hier der Abfahrplan von Paderborn Hbf von 1982. Die Infrastruktur der Bahnhöfe und Strecken unterlag nicht dem unerbittlichen Rationalisierungsrotstift, so dass die Schotterwüsten und Birkenwälder nicht betriebsnotwendiger Gleise und Areale von heute damals absolute Ausnahmen darstellten.
 
Ebenso umfangreich sind die Veränderungen auf der Hobbyseite: ob die analog geschossenen Bilder etwas geworden waren (oder nicht), konnte man sich mit Glück erst mehrere Tage nach der Aufnahme nach Filmentwicklung im Fotoladen und nach Rahmung im Diaprojektor ansehen. Spätestens nach 36 Bildern war der Film zu wechseln und nur selten leistete man sich den Luxus, bei schwächer werdendem Licht einen teuren, höherempfindlichen Film als ISO 100 einzulegen.
Und von heute völlig selbstverständlichen, schnellen Infomationsquellen wie (mobilem) Internet, E-Mail und Mobilfunk konnte man seinerzeit noch nicht einmal träumen.

Motive

Meine aktuell bevorzugten Fotomotive finden an freier Strecke mit viel Landschaft drumherum und in Form von Güterzügen im Allgemeinen sowie solchen von NE-Bahnen im Speziellen. Der aktuelle Personenverkehr mit überwiegend hochmodernen Triebwagen fristet bei mir in fotografischer Hinsicht dagegen ein eher untergeordnetes Dasein.
Gerne fotografiere ich auch ab und zu die "kleinen Dinge", die oft im Schatten der großen Loks stehen, und diejenigen, wofür Eisenbahnen fahren: Menschen. Auch versuche ich mich gerne gezielt an speziellen Licht- und Wettersituationen, denn Züge fahren ja auch bei (fast) jedem Wetter. Folglich finden sich hier bei weitem nicht nur Bilder bei strahlendem Sonnenschein und mit der Sonne im Rücken. Das Festhalten des heutigen Eisenbahn-Alltags (das Heute ist schon morgen das Gestern) ist mir stets wichtiger als der Besuch überlaufener Nostalgie-Spektakel oder das Anhäufen von möglichst vielen austauschbaren Portraitaufnahmen, die sich nur durch die Loknummer voneinander unterscheiden.

Mobilität/Ökologie


Auf Fotopirsch gehe ich meistens mit dem Rad/Klapprad und/oder der Bahn oder ab und zu - wenn es die Wegstrecke erlaubt - mit Inline-Skatern, sogar Schneeschuhe für winterlich-abgelegene Ecken enthält das Mobilitätsrepertoire. Das bringt zwar gegenüber der Tour mit dem Auto oft nicht den leichten, gleich doppelt und dreifachen Fotoerfolg, macht aber Spaß, hält fit und schafft nicht erst seitdem der Klimawandel in aller Munde ist ein recht gutes ökologisches Gewissen. Einen zwei Jahre lang gefahrenen PKW habe ich jedenfalls 1993 zugunsten des Fahrrads wieder abgeschafft und komme damit seither als in Zentrums-, Bahnhofs- und Arbeitsplatznähe lebender "Stadtmensch" bestens zurecht. Seit Anfang 2008 wird diese Seite dazu mit zumindest theoretisch 100% Ökostrom gewoben.


Ausrüstung

Erste Spiegelreflex-Kamera war eine Praktica Super TL 1000. Von 1985 bis Ende 2004 verwendete ich dann verschiedene Kameras von Ricoh, Chinon und Pentax mit vielen manuellen Einstellmöglichkeiten und ohne viel Schnickschnack zusammen mit oft gebraucht erworbenen Festbrennweiten (24 bis 300 mm). Von 1986 bis 1999 wurde überwiegend auf Kodachrome 64 Diafilm belichtet (was ich wegen der sehr zeitraubenden digitalen Bearbeitbarkeit der Scans davon zurückblickend eher als Fehler ansehe), es folgten diverse Diafilme der einschlägigen Markenhersteller, zuletzt Fujichrome Provia 100F und verschiedene Negativfilme. Analoge Fotos werden mit dem Nikon LS-2000 Diascanner digitalisiert, die stets bitter notwendige Bearbeitung der Rohscans erfolgt mit Adobe Photoshop. Beschleunigt durch immer unzufriedenstellendere Filmentwicklungen erfolgte im November 2004 der Umstieg auf eine digitale Spiegelreflex. Zwei Zoomobjektive decken dabei den Brennweitenbereich 24-200 mm im Vollformat ab, wobei die obere Hälfte der Brennweitenskala etwas häufiger zum Einsatz kommt als die untere. Aktuelles Kameramodell ist die Nikon D750.

HTML

Mit dem Internet als Informationsquelle beschäftige 
ich mich erst seit dem Jahr 2000. Über nennenswerte 
HTML-Kenntnisse (sowie dem Willen, daran etwas zu ändern) 
verfüge ich nicht (der Fachmann erkennt es sofort), 
insofern präsentiere ich meine 
Galerien in einer schlichten, ruhigen Layoutumgebung 
frei von ausgereiz
ten Animationen, blinkenden Bildchen oder
Schriften und aufdringlichen Werbebannern. Ich hoffe aber auch, 
dass der Verzicht auf allerlei Schnickschnack hilft, den Blick auf die 
Bilder allein zu lenken.


Hier entsteht diese Internetseite



Zu Gast auf einer 103
Gastfahrt auf einer 103 im Jahr 2000



Resonanz

Über Fragen, Korrekturen, Lob, Kritik 
oder Anregungen freue ich mich stets.
Hier
finden sich meine Kontaktdaten.

Vielen Dank für Ihre Post!

Letzte Änderung: Juli 2016